Fähre stößt vor japanischer Küste mit Wal zusammen: 87 Menschen verletzt

In der Meeresregion soll es sowohl Buckelwale (Bild) als auch Zwergwale geben. Bild: dpa

Ein schwerer Aufprall hat Passagiere eines Fährschiffes vor der japanische Küste in Schrecken versetzt. Vermutlich stieß das Boot mit einem Meeressäuger zusammen. Trotz Schäden konnte das Schiff die Fahrt fortsetzen.

Bei einem Fährunglück in Japan sind am Samstag mindestens 87 Menschen verletzt worden. Wie die japanische Küstenwache mitteilte, war das Tragflächenboot auf dem Weg von der Hauptinsel Honshu zur Insel Sado. Dabei stieß es nach Medienberichten offenbar mit einem Wal zusammen. Nach Angaben der Tageszeitung „Japan Times“ wurden dreizehn Menschen schwer verletzt. Trotz des Zusammenpralls konnte das Schiff seine Fahrt fortsetzen. Am Heck des Schiffes entdeckte die Crew einen 15 Zentimeter langen Riss, erklärte der Fährbetreiber „Sado Steam Ship“. Auch die Tragflügel wurden bei der Kollision beschädigt. Das Boot fährt mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h und verbindet die Häfen Niigata und Ryotsu in etwa einer Stunde. Bei der Fahrt am Samstag waren 121 Passagiere und vier Crewmitglieder an Bord.

„Nach dem Klang eines Knalls schlug meine Kehle auf den Sitz vor mir. Die Leute um mich herum stöhnen wegen der Schmerzen“, beschrieb einer der Passagiere die Situation an Bord. Ein Meeresbiologe sagte dem Sender NHK, in dem Gebiet gebe es sowohl Buckelwale als auch Zwergwale. Ein Passagier sagte dem Sender, es habe „einen riesigen Aufprall“ gegeben.

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